DKP kritisiert die Komfortstation im Knappschaftskrankenhaus

In einer Presseerklärung kritisiert die DKP Bottrop die Eröffnung der „Komfortstation“ im Knappschaftskrankenhaus am 7. März. Hier der Wortlaut:

Morgen wird im Knappschaftskrankenhaus der rote Teppich für Reiche ausgerollt! Für 11 Millionen Euro wurde eine Luxus-Komfortstation errichtet. Damit die künftigen Privatpatienten nicht an ein Krankenhaus erinnert werden, sind Boden und Wände mit edlen Hölzern ausgelegt. Für den Service wie in einem Hotel wurde extra mit Stellenanzeigen eine Hotelfachfrau gesucht. Die Zwei-Klassen-Medizin wird damit im Knappschaftskrankenhaus auf die Spitze getrieben! Normale Kumpels werden sich die Behandlung dort nicht leisten können.

Damit die verwöhnten Patienten auf der Komfortstation täglich ordentlich gesalbt und gepudert werden können, wird im Krankenhaus an anderer Stelle gespart werden. Denn an der generellen Unterfinanzierung der Krankenhäuser hat sich ja nichts geändert! Gespart wird bekanntlich zuerst immer am Personal. Kommt es auf der Luxusstation zu Personalausfällen, ist zu befürchten, dass dies durch Umbesetzungen innerhalb des Krankenhauses ausgeglichen wird. Ursache ist die fehlende Personalbemessung. Die möglichen Folgen für die Pflege auf den Normalstationen geht zu Lasten der Beschäftigten im Knappschaftskrankenhaus sowie der Patienten.

DKP-Ratsfrau Irmgard Bobrzik: „Statt Ausbau der Zwei-Klassen-Medizin mit Luxus-Stationen ist es notwendig, die Personalsituation in der Pflege und den anderen Berufsgruppen deutlich zu verbessern.“ Bundesweit fehlen laut der Gewerkschaft ver.di 162.000 Vollzeitstellen, davon 70.000 in der Pflege. In immer mehr Krankenhäusern beginnen sich die Beschäftigten zu wehren, damit die Behandlung von Krankheiten im Vordergrund stehen und nicht das Gewinninteresse.

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