Zur erneuten Verschlechterung des Service der Sparkasse

Im Rat der Stadt am 04.07.2018 nahm DKP-Ratsherr Michael Gerber zur Verschlechterung des Service der Sparkasse Stellung:

Gegen die Schließung von vier Sparkassenzweigstellen im Bottroper Süden Ende 2015 gab es massive Beschwerden der Sparkassenkunden. Die DKP initiierte eine Unterschriftensammlung, der sich rund 4.000 Kunden der Sparkasse angeschlossen hatten. Damals wurde vom Vorstand der Sparkasse versichert, dass der Service für die Kunden nicht weiter eingeschränkt wird. Seitdem wurden jedoch alle Kassenschalter in den noch vorhandenen Zweigstellen geschlossen. Nur noch an den Kassenautomaten kann seitdem Bargeld bezogen oder eingezahlt werden. Insbesondere ältere Kunden der Sparkasse haben damit große Probleme.

Zum Monatswechsel gibt es in den Zweigstellen und in der Hauptstelle teilweise chaotische Zustände. Riesige Schlangen vor den letzten Kassenschaltern in der Hauptstelle machen deutlich, wie dringend diese auch künftig von den Kunden gewünscht werden. Was macht die Sparkasse: Selbst in der Hauptstelle Am Pferdemarkt sind nur noch zwei Kassenschalter in Betrieb. Beim dritten Kassenschalter wurde vor kurzem ein Kassenautomat eingebaut!  Selbst bei großem Andrang wird nur ein Kassenschalter geöffnet. Statt den zweiten Schalter zu öffnen, werden die Kunden von Sparkassenbeschäftigten bedrängt, die Kassenautomaten gefälligst zu nutzen.

Bei der Protestaktion der DKP am Montag vor der Hauptstelle habe ich persönlich die Empörung und die Wut der Sparkassenkunden über den immer schlechteren Service der Sparkasse erlebt. Ich empfehle Ihnen sich auch einmal diesen Diskussionen und Beschwerden der Kunden zu stellen. Der Kundenauftrag der Sparkasse als städtisches Unternehmen wird völlig ignoriert.

Die DKP hatte bereits bei der Schließung der vier Zweigstellen darauf hingewiesen, dass dies mit der Vernichtung von Arbeitsplätzen verbunden sein wird. Die Sparkasse hatte dies damals dementiert. Der Jahresabschluss 2017 zeigt, dass im letzten Jahr die Anzahl der Beschäftigten um 12 Stellen reduziert wurde. Auch die Anzahl der Auszubildende wurde von 15 auf 12 verringert. Ein weiterer Personalabbau steht bei der Sparkasse bevor.

Der Jahresverdienst des Vorstands der Sparkasse steigt dagegen auf unfassbare Höhen: Vorstand Thomas Schmidt hat im letzten Jahr insgesamt 392.000 Euro erhalten, das weitere Vorstandsmitglied Burkhard Klanten hatte einen Jahresverdienst von 351.000 Euro. Das finanzieren wir als Kunden der Sparkasse! Wir reden hier nicht über einen Weltkonzern, sondern eine kleine Stadtsparkasse mit 259 Beschäftigten. Bei einem Bilanzgewinn 2017 von 922.000 Euro wäre es möglich, den Kundenservice wieder zu verbessern. Die DKP fordert, in der Hauptstelle keine Barschalter zu schließen und in den Zweigstellen die Barschalter wieder zu öffnen!

Der Mehrheit im Aufsichtsgremium, dem Verwaltungsrat, gehören Mitglieder hier aus dem Rat der Stadt an. Darunter als Vorsitzender des Verwaltungsrates Oberbürgermeister Bernd Tischler sowie weitere Ratsmitglieder von SPD, CDU, Grünen und ÖDP.

Die gewählten Ratsmitglieder im Sparkassenvorstand unternehmen jedoch nichts gegen die drastische Verschlechterung des Service für die Sparkassenkunden. Auch gibt es keine Anstalten den skandalösen Jahresverdienst der Vorstandsmitglieder zu reduzieren. Beides ist nach Auffassung der DKP ein Skandal! Die DKP wird gegen eine Entlastung der Organe der Sparkasse stimmen.

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