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Welheimer Mark: Bürger beschweren sich über Lärm- und Staubbelastung durch Koksverladung – und bekommen wohl recht!
4. August 2020

Anwohner der Straße In der Welheimer Mark hatten sich in der Vergangenheit sowohl bei der Stadt Bottrop wie auch bei der Kokerei über den Lärm beim Entladen von Koks auf dem Gelände am Hafen Bottrop beschwert. Mit einem Bagger wird der Koks aus Eisenbahnwaggons entladen. Dieser Entladevorgang ist mit starkem Lärm verbunden. Insbesondere nachts in der Zeit von 22 bis 6 Uhr stört dieser Krach massiv die Nachtruhe der Bewohner. Auch tagsüber ist das Entladen deutlicher zu hören als der Verkehrslärm durch die Autobahn A 42. Je nach Wetterlage gibt es beim Entladen des Koks auch starke Abwehungen in Richtung der Wohnbebauung. Die Gärten und Terrassen der Anwohner sind einer massiven Verschmutzung ausgesetzt. Trotz der Beschwerden von Anwohnern hat sich an der Lärmbelästigung und der Verschmutzung durch den Koksstaub bisher nichts geändert.

Auf Bitten von Anwohnern hat sich DKP-Ratsmitglied Michael Gerber schriftlich an Oberbürgermeister Tischler und den Leiter der Kokerei, Herrn Degen, gewandt. Die DKP fordert die Kokerei und die Stadt auf, dass die Lärm- und Staubbelastung durch die Kokerei von ArcelorMittal am Hafen Bottrop künftig unterbleibt. Die Entladung des Koks aus den Eisenbahnwaggons sollte nach Auffassung der DKP auf einem weiter südlich gelegenen Bereich im Hafen Bottrop erfolgen. Die Nachtruhe von 22.00 bis 6.00 Uhr muss künftig unbedingt eingehalten werden. Um Abwehungen zu verhindern, muss der Koks beim Entladen künftig angefeuchtet werden.

Der Technische Beigeordnete Müller teilt der DKP jetzt schriftlich mit, „die Stadt hält die genannten Forderungen zur Reduzierung der Belastung für die Anwohner für berechtigt.“ Die Stadt kündigt an, in einem kurzfristigen Termin mit der Kokerei eine Klärung herbeiführen zu wollen sowie die Bezirksregierung als Aufsichtsbehörde zu informieren.

Herr Degen hat der DKP geantwortet: „Grundsätzlich sind wir bestrebt unsere Verladetätigkeiten auf dem Hafengelände Bottrop auf die Zeiten zwischen 6 Uhr bis 22 Uhr zu begrenzen. Dies ist jedoch aus logistischen Gründen nicht immer einzuhalten.“ Im Jahr letzten Jahr wurden nach Angaben der Kokerei Wasserregner installiert „um eine dauerhafte Beregnung der gesamten Lagerfläche bei Bedarf sicherzustellen.“ Diese Beregnung wird jedoch nach Beobachtung der Anwohner nicht immer eingesetzt und ist bei Starkwinden ohne Wirkung.

Michael Gerber fordert: „So wie bisher darf es im Interesse der Anwohner nicht weitergehen. Notwendig sind jetzt Maßnahmen, die schnell und dauerhaft die Lärm- und Staubbelastung der Anwohner beenden.“

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