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Was Gladbeck kann…
16. September 2020

DKP fordert nach Gerichtsentscheid Tempo 50 für B 224

Am Dienstag erzielte eine Anwohnerin der B 224 in Gladbeck vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen einen Erfolg. Anwohner der Brokamp-Siedlung hatten wegen der hohen Lärmbelästigung durch den LKW-Verkehr auf der B 224 auf eine Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 70 auf 50 km/h geklagt. Nach dem Urteil des Verwaltungsgerichts muss die Stadt Gladbeck jetzt Maßnahmen für eine Verkehrsberuhigung auf der Bundesstraße treffen.

DKP-Ratsmitglied Michael Gerber: „Auch für den Bottroper Abschnitt der B 224 fordert die DKP und auch die Initiative „Stoppt A 52“ seit langem eine Reduzierung auf Tempo 50. Wir sehen uns mit dieser Forderung durch das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen bestätigt.“ Lärmmessungen von Michael Gerber mit der Initiative „Stoppt A 52“ hatten in Bottrop in einem Haus an der Everstraße tagsüber bis zu 85 Dezibel ergeben. (WAZ-Bericht 15.5.2014) Nach der Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm) sind für Wohngebiete tagsüber Geräuschimmissionen nur von 50 Dezibel zulässig. Unter der Lärmbelastung durch die B 224 leiden insbesondere die Anwohner in Welheim und Boymannsheide.

„Die Lärmbelastung in Welheim liegt ständig über den zulässigen Grenzwerten. Die Stadt Bottrop soll eigene Lärmmessungen durchführen, damit künftig die Anwohner vor den gesundheitlichen Gefahren geschützt werden“, fordert Michael Gerber. Bisher hatte die Stadt Bottrop eine Reduzierung auf Tempo 50 immer mit Verweis auf die Weigerung von Straßen NRW abgelehnt. Mit dem Urteil des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen ist nach Auffassung von Michael Gerber auch die Stadt Bottrop zum Handeln aufgefordert.

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