Sozialausschuss fordert biologische Untersuchung von Anwohnern der Kokerei

Der Sozialausschuss hat in seiner Sitzung vom 8.10.2019 einen Antrag der DKP zu den gesundheitlichen Auswirkungen durch Belastungen seitens der Kokerei ArcelorMittal behandelt. Die Belastungen durch Benzo(a)pyren hatten mit 1,8 ng/m³ im ersten Halbjahr 2019, im Vergleich zu den Vorjahren, weiter zugenommen. Im Februar wurde ein Tageswert von 25,5 ng/m³ Benzo(a)pyren gemessen. Auch die Belastung durch öligen Koks/Kohlestaub war für die Anwohner im August sehr hoch.

Die DKP hatte gefordert, dass ein sogenanntes Biomonitoring – einer Überwachung von Bio-Werten – durchgeführt wird, um die Auswirkungen der Umweltbelastung auf den Menschen näher zu untersuchen. In der Antwort der Verwaltung heißt es dazu: „Grundsätzlich möglich ist es allerdings, derartige Biomonitoring-Untersuchungen im Rahmen einer wissenschaftlichen Untersuchung durchzuführen. Zur eigenständigen Durchführung umfangreicher wissenschaftlicher Untersuchungen fehlt es im Gesundheitsamt an Erfahrungen und Möglichkeiten, zudem fallen derartige Studien in Zuständigkeit und Entscheidungskompetenz der Immissionsüberwachungsbehörden – sprich der Bezirksregierung Münster beziehungsweise des Landes. Es wurde daher seitens der Stadt Bottrop Kontakt aufgenommen zum zuständigen Landesministerium.“

DKP-Ratsmitglied Michael Gerber forderte von der Stadt, mehr Druck auf das Land und die Bezirksregierung auszuüben, damit seine solche Untersuchung auch tatsächlich durchgeführt wird. Daraufhin beschloss der Sozialausschuss, in einem Schreiben an das NRW-Umweltministerium und die Bezirksregierung eine Biomonitoring-Untersuchung einzufordern. Michael Gerber: „Das Land und die Bezirksregierung müssen die Sorgen der Bevölkerung über die Gesundheitsgefahren durch die Kokerei endlich ernst nehmen. Die Stadt ist in der Verpflichtung, eine Biomonitoring-Untersuchung auch gegenüber dem Land mit allem Nachdruck einzufordern.“

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