Kokerei muss eine von drei Koksbatterien schließen!

Die Belastungen für die Anwohner und die Umwelt mit dem krebserzeugenden Benzo(a)pyren durch die Kokerei hat in den ersten 9 Monaten diesen Jahres mit 1,57 ng/m³ Luft bereits einen höheren Wert ergeben, als in den zwei Jahren zuvor.

Aufgrund einer geringeren Stahlerzeugung von ArcelorMittal in Bremen wird die Kokerei ihre Koksproduktion um 30 Prozent reduzieren. Die DKP fordert als Konsequenz, umgehend jeweils eine von drei Koksbatterien zu schließen, um dort eine Generalüberholung durchzuführen. Alle von der Kokerei angekündigten Maßnahmen haben in den letzten Jahren nicht zu einer Reduzierung der Belastung durch Benzo(a)pyren geführt. Nach Information, die der DKP aus der Belegschaft der Kokerei vorliegen, sind nicht nur die Türen der 146 Koksöfen undicht, sondern auch die Koksöfen selbst weisen inzwischen zahlreiche undichte Stellen auf. DKP-Ratsmitglied Michael Gerber: „Ohne eine Generalüberholung und Stilllegung von Anlagenteilen wird ArcelorMittal die Umweltbelastung durch die Kokerei nicht reduzieren können.“

Kokerei Chef Pufpaff hatte auf einer Bürgerversammlung im Juli in der Aula Welheim angekündigt, dass ab 2020 die Werte für Benzo(a)pyren mit 1 ng/m³ Luft eingehalten werden. Daran muss sich der Konzern ArcelorMittal jetzt auch messen lassen. Der weltweit größte Stahlkonzern gefährdet mit seiner Umweltbelastung in Bottrop nicht nur die Gesundheit der Anwohner, sondern auch die Arbeitsplätze der Beschäftigten. Die DKP fordert, dass der weitere Einsatz von Petrolkoks auf der Kokerei durch die Bezirksregierung Münster untersagt wird!

Die Menschen im Bottroper Süden haben ein Recht auf eine saubere Luft! Die DKP begrüßt daher, dass die Pläne für ein Gaskraftwerk von ArcelorMittal und der STEAG gescheitert sind. DKP-Ratsmitglied Michael Gerber: „Eine weitere industrielle Großanlage im Bottroper Süden hätte eine noch höhere Belastung für die Anwohner bedeutet.“

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