Allgemein

Keine Halbwahrheiten zum Schulbeginn mehr!
11. April 2021

In der Sitzung des Schulausschusses im Februar hatte der Leiter des Krisenstabs, Herr Ketzer, noch alles für bestens vorbereitet erklärt für den Schulanfang in dieser Wocheg. Alles sei vorhanden, was benötigt werde, wer etwas anderes meine, sei falsch informiert oder übertreibe.

Das sahen und sehen die Lehrer an den Schulen wohl inzwischen völlig anders. So hatte Ketzer erklärt: Eine CO2-Ampel pro Schule sei doch völlig ausreichend, Schnelltests für die Schulen gar nicht nötig und auch nicht zu bezahlen. Dieses Argument nutzte Ketzer in der Sitzung mehrfach, meist an Michael Gerber von der DKP gewandt: Wie wollen Sie denn Schnelltests für alle Schüler bezahlen? Wer soll denn für die Kosten von CO2-Ampeln aufkommen?

Inzwischen ist klar: In manchen Städten – Tübingen zum Beispiel – werden bereits seit Oktober in den Schulen solche Tests angeboten! Es geht also doch. Die Arbeit von Herrn Ketzer und dem Krisenstab lässt sich offenbar auf einen Punkt bringen: Man hangelt sich von Landesmittelzusage zu Landesmittelzusage, statt mutig selbst die Initiative zu ergreifen und nach Mitteln und Wegen zu suchen, um Schülern, Lehrern und auch Eltern mehr Sicherheit im Unterricht zu geben. Es wird gern mal zum Mittel des „Geht nicht“ oder des „Können wir nicht bezahlen“, vor allem aber nach dem „Darüber gibt es noch keine Vorschrift“ gegriffen.

Dass sich nun die Schulleitungen selbst zu Wort melden, ist nach Auffassung der DKP ein Zeichen, dass sie sich zunehmend Sorgen um ihre Schulen und Schüler machen, aber auch, dass sie sich nicht mehr mit Halbwahrheiten zufriedengeben.

Die DKP fordert daher:

  • an allen Schulen müssen Schnelltests vorhanden sein – das ist ja der Sinn von Schnelltests!
  • ebenso müssen CO2-Ampeln in ausreichender Menge beschafft werden, mindestens eine pro Etage;
  • umgehende Impfung der Lehrerkollegien und
  • Anpassung der Unterrichtsformen an die vorhandene Infrastruktur in den Schulen, umgehender Ausbau des Netzes.

Michael Gerber, für die DKP im Schulausschuss: „Auch wenn es weh tut, müssen Lehrerkollegien, Schüler und Eltern die Wahrheit über die Situation an den Schulen erfahren. Nur so können Schulleitungen sich nötigenfalls selbst helfen, wenn der Krisenstab dazu nicht bereit oder in der Lage ist.“

Ähnliche Beiträge