IKEA-Aus bedeutet neue Chance für das Kraneburger Feld

Nach Ansicht der DKP bietet die Absage von IKEA für den Standort in Bottrop eine neue Chance für die Erhaltung des  Kraneburger Feldes. Die ca. 40 ha große Freifläche hat eine wichtige ökologische Funktion im Grünzug B. Das Kraneburger Feld bietet 72 Vogelarten einen natürlichen Lebensraum, darunter geschützten Arten wie Habicht, Mäusebussard, Kiebitz und Rebhuhn. Neben 42 Brutvogelarten bietet das Kraneburger Feld auch weiteren 30 Vogelarten eine ungestörten Lebensraum zur Rast und Nahrungssuche heißt es in einer Studie der Weluga Umweltplanung, Bochum, für den Fachbereich Umwelt und Grün der Stadt Bottrop. Die DKP fordert die Stadt Bottrop auf, die weitere Planung für das bisherige Gewerbegebiet einzustellen. Stattdessen sollten die nicht mehr benötigten Flotationsbecken der RAG, östlich der B 224, für eine gewerbliche Ansiedelung genutzt werden.

Bisher wurden die Belastungen, die mit dem geplanten Ausbau der A 52 verbunden sind, von Seiten der Stadt Bottrop immer klein geredet. Die Absage von IKEA mit dem Hinweis auf die jahrelange Baustelle A 52 macht deutlich, welche massiven negativen Auswirkungen für die Gewerbetreibenden in unserer Stadt dies bedeutet. Selbst die internen Planungen des Bundes gehen nicht von einer Fertigstellung des Bottroper Abschnitts der A 52 vor dem Jahr 2030 aus.  Ikea kann einfach sagen: Wir bauen nicht. Was ist aber mit den Geschäften an den Bottroper Straßen, die jahrelang mit Blechlawinen wegen der Umleitungen während der Bauarbeiten „leben müssen“? DKP-Ratsherr Michael Gerber: „Die IKEA-Ansiedlung ist das erste Opfer der geplanten Transitautobahn A 52 und könnte nach Baubeginn nicht das letzte sein. Die Hauptbetroffenen sind jedoch schon seit langem die Anwohner, die seit 40 Jahren eine Lärmschutzwand fordern und stets mit dem geplanten Ausbau der A 52 vertröstet werden. Die DKP fordert, die Planungen für die A 52 einzustellen und den Lärmschutz für die B 224 endlich zu realisieren.“

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