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Gift im Pflasterstein – DKP fordert Entfernung
21. November 2020

Mit einem großen Medienspektakel wurde 2015 die Verlegung von Pflastersteinen in der Peterstraße begleitet, die mit der „Oberflächen-Veredelung Photoment“ beschichtet sind. Die von der STEAG Power Minerals entwickelten Pflastersteine machen angeblich die Stickoxide von Dieselfahrzeugen unschädlich. Unter Einfluss von Sonnenlicht baut der mit Photoment beschichtete Pflasterstein die Stickoxide durch die chemische Reaktion Photokatalyse in Nitrate um – so die Werbung. STEAG gab jedoch jetzt bekannt, dass in dem Photoment-Stoff auch Titandioxid enthalten ist. Dieser Stoff wird von der EU-Kommission als krebserzeugend eingestuft.

„Die Photoment-Pflastersteine in der Peterstraße müssen auf Kosten der STEAG entfernt werden“, fordert DKP-Ratsmitglied Michael Gerber. Die DKP wird einen entsprechenden Antrag für die Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Umweltschutz am 29. September stellen. Michael Gerber: „Die Stadt muss Auskunft geben, seit wann der Verwaltung bekannt ist, dass es ein Krebsrisiko durch die Photoment-Pflastersteine gibt. Offensichtlich wollte die Stadtspitze diese Krebsgefahr vor der Kommunalwahl unter Verschluss halten.“

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