Allgemein

Gesamtanalyse der Umweltbelastung im Bottroper Süden erforderlich
16. September 2020

Die Umwelt im Bottroper Süden darf nicht noch mehr belastet werden – die Immissionen müssen deutlich verringert werden, fordert DKP-Ratsmitglied Michael Gerber. Neben der Kokerei gibt es nämlich weitere Betriebe in den südlichen Stadtteilen, die Schadstoffe emittieren. Ein Beispiel ist die Firma MEWA im Gewerbegebiet Kruppwald: In einer öffentlichen Bekanntmachung wurde jüngst mitgeteilt, dass MEWA vier Kessel der Energiezentrale zur Versorgung des Betriebes mit Dampf und Wärme mit Recyclingöl betreibt. Das Recyclingöl wird aus Industrieputztüchern gewonnen. Bei deren Verbrennung wird Benzo(a)pyren, Cadmium, Arsen, Cobalt, Chrom und Schwefeldioxid freisetzt. MEWA teilt mit, dass eine zugelassene Messstelle keine Überschreitung der Emissionsgrenzwerte 2019 festgestellt habe.

„Das Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) betrachtet die Emissionsgrenzwerte jedes Betriebes separat. Auch wenn in jedem Fall die Grenzwerte eingehalten werden, ergibt sich in der Gesamtheit eine Umweltbelastung, die für die Anwohner gesundheitsgefährdend ist. Hier brauchen wir dringend eine Änderung im Umweltrecht,“ fordert Michael Gerber. Die DKP wird nach der Kommunalwahl eine Gesamtanalyse der Umweltbelastung für den Bottroper Süden im Planungs- und Umweltausschuss beantragen.

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