Einspruch einlegen gegen die Bebauung der Landschaftsschutzfläche an der Tourcoingstraße im Eigen

Im November wird die Offenlegung der Pläne für die Bebauung der Fläche an der Tourcoingstraße stattfinden. Es sind 14 Tage für Einsprüche vorgesehen. Bürger im Eigen erheben nun gemeinsam offiziell Einspruch gegen die Änderung des Flächennutzungsplans westlich der Tourcoingstraße und gegen den Bebauungsplan Nr. 4.13/1 „Tourcoingstraße“. Unterschriften-Listen liegen in Geschäften aus und Freitag am Infostand auf dem Eigener Markt.

Es ist ja geplant, die Tourcoingstraße als Stichstraße bis zum AWO-Seniorenheim zu verlängern. Entlang der Straße sollen dann 48 Einfamilien-Doppelhaushälften und vier Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 80 Wohneinheiten gebaut werden. Gegen die Bebauung des bisherigen Spargelfeldes wurden vorab schon 550 Unterschriften gesammelt.

Die Landschaftsschutzfläche ist Bestandteil des regionalen Grünzugs und eine wichtige Frischluftschneise für den Eigen. Gegen den Anstieg der Temperaturen im Sommer erfüllt sie eine bedeutende Klimafunktion. Die Randbebauung widerspricht dem Landschaftsplan und gefährdet in Zukunft die Versorgung der Bevölkerung mit kühler Luft.

Die Ackerfläche und der renaturierte Vorthbach sind ein beliebtes Naherholungsgebiet für Spaziergänger. Das Gebiet ist ein natürlicher Lebensraum für heimische Tierarten, unter anderem für Kreuzkröten, Feuersalamander und Fledermäuse. Der Artenschutz ist nicht gewährleistet, aber eine reguläre Umweltverträglichkeitsprüfung ist nicht vorgesehen.

Manfred Plümpe DKP-Bezirksvertreter: „Die Lebensqualität und der Naturschutz müssen Vorrang haben vor dem Gewinninteresse des Bonava-Immobilienkonzerns und der Arenberg-Milliardäre, die in Italien und der Schweiz im Luxus leben.“

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