DKP unterstützt Demonstration der Bürgerinitiative Saubere Luft

Die DKP ruft auf zur Unterstützung der Demonstration der Bürgerinitiative Saubere Luft am Dienstag, 18. Juni, Beginn 15 Uhr, auf dem Berliner Platz. Die Umweltvergiftung der Kokerei von ArcelorMittal durch Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Benzo(a)pyren (BaP) betrifft nicht nur den Bottroper Süden. Auch das übrige Stadtgebiet von Bottrop sowie die Nachbarstädte Essen, Gelsenkirchen und Gladbeck sind davon betroffen. In dem Aufruf der Bürgerinitiative heißt es: „Es gibt keine unsichtbaren Mauern.“

In der Stellungnahme des NRW Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) zu den Belastungen durch die Umweltvergiftung der Kokerei heißt es, bei PAK und Benzo(a)pyren „handelt es sich um Substanzen, die mit großer Wahrscheinlichkeit für den Menschen kanzerogen sind und keinen Schwellenwert haben. Für solche Substanzen kann per Definition keine Dosis ohne theoretisches Krebsrisiko abgeleitet werden.“ Kein Wunder, dass der Krebsatlas für die Region Bottrop, Essen, Gelsenkirchen und Gladbeck den höchsten Wert in Deutschland ausweist.

Die DKP fordert, dass die gesundheitliche Gefährdung der Menschen sowie der Umwelt durch die Kokerei schnellstens beendet werden muss. Seit 2016 versichert ArcelorMittal, sie wolle die Umweltbelastung verringern. Stattdessen sind die Belastungen im Jahr 2018 und auch aktuell wieder angestiegen.

DKP-Ratsmitglied Michael Gerber: „Wenn die Kokerei die Umweltauflagen nicht einhalten kann, muss die Bezirksregierung notfalls Teile der 146 Koksöfen stilllegen! Mit der fortdauernden Umweltvergiftung gefährdet ArcelorMittal den Standort der Kokerei in Bottrop und die Arbeitsplätze der Beschäftigten. Die Gesundheit der Bürger wie auch der Beschäftigten ist ein höheres Gut, als der Profit des weltweit größten Stahlerzeugers ArcelorMittal.“

Die DKP wird auf der gemeinsamen Sitzung der Ausschusses für Stadtplanung und Umweltschutz sowie des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Familie am 18. Juni im Ratssaal fordern, dass die gesetzlichen Grundlagen für die Einhaltung von Grenzwerten verschärft werden. Die NRW-Landesregierung darf nicht länger die Augen vor den gesundheitlichen Gefahren der Menschen durch die Kokerei von ArcelorMittal verschließen. Sowohl die Bezirksregierung Münster als Aufsichtsbehörde wie auch das LANUV brauchen mehr Befugnisse, um die Einhaltung von Grenzwerten durchzusetzen.

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