DKP: Spielplatzkonzept ist Sparkonzept

Das „neue“ Spielplatzkonzept ist vorrangig ein Sparkonzept, kritisiert die DKP. Die Gemeindeprüfungsanstalt verlangt seit 2014 massive Einsparungen der Stadt bei der Unterhaltung von Spielplätzen durch die Aufgabe von Bolz- und Spielplätzen und dem Abbau von städtischem Personal für die Unterhaltung. Ein erstes Konzept der Beratungsgesellschaft Rödl und Partner sah Kürzungen von jährlich 360.000 Euro vor. Eine aktuelle Untersuchung des Landschaftsarchitekturbüros Hoff kommt auf jährliche Einsparungen von 175.000 Euro.

Manfred Plümpe, DKP-Vertreter im Bau- und Verkehrsausschuss: „Die Spielplätze müssen attraktiver sowie aufgewertet und nicht in ihrer Anzahl reduziert werden. Spielplätze müssen für die Kinder bis 9 Jahren in einem Umkreis von 300 Meter und für Jugendliche in einem Umkreis von 800 Metern zur Verfügung stehen.“ Die DKP lehnt die Einbeziehung von Spielmöglichkeiten auf den Schulhöfen in ein Spielplatzkonzept ab. Durch den Offenen Ganztag stehen diese Spielmöglichkeiten erst nach Schulschluss und an Wochenenden zur Verfügung. Vielfach sind die Schulgelände nach Schulschluss auch nicht öffentlich zugänglich.

Die DKP kritisiert, dass im Wohnbauflächenkonzept der Stadt bereits die Aufgabe der Bolzplätze in der Welheimer Straße, der Tannenstraße, Südring und Am Tollstock vorgesehen ist und sie bebaut werden sollen. Für den Spiel-und Bolzplatz Heidestraße im Fuhlenbrock ist bereits ein Bebauungsplan aufgestellt worden. Ebenso sollen die Fußballplätze Leibnizstraße, Welheimer Mark und in der Ebel aufgegeben und bebaut werden. Manfred Plümpe: „Diese Aufgabe von Spiel- und Sportmöglichkeiten bedeuten schon eine erhebliche Einschränkung für Kinder und Jugendliche. Weitere Beschränkungen für die Bewegungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche im Stadtgebiet darf es nicht geben. Die DKP fordert eine Einbeziehung und Mitentscheidung von Kindern und Eltern beim künftigen Spielplatzkonzept.“

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