DKP rät zum Einspruch gegen die Planfeststellung der A 52

Bis zum 20. Februar können Bottroper Bürgerinnen und Bürger Einspruch einlegen gegen die Planfeststellung für das geplante Teilstück der Transitautobahn A 52 von der Stadtgrenze Bottrop/Gladbeck bis zur A 2.

Der Planfeststellungsantrag zur A 52 missachtet das Ergebnis des Ratsbürgerentscheids der Stadt Gladbeck vom März 2012, in dem sich 56 Prozent der Bürger gegen die Autobahnpläne ausgesprochen hatten. Ebenso das ablehnende Votum der Stadt gegen diesen Abschnitt und die Kostenbeteiligung an einem Verkehrstunnel für die Autobahn. Gladbecks Bürgermeister bezeichnete die geplante Autobahn als Wortbruch der NRW-Landesregierung.

Mit der Planfeststellung für das Gladbecker Teilstück soll der Druck erhöht werden, dass auch das bisher ruhende Verfahren zur Planfeststellung der A 52 auf Bottroper Gebiet abgeschlossen wird, um den Ausbau der B 224 zur A 52 zu realisieren. DKP-Ratsherr Michael Gerber: „Bottrop braucht keine vierte Autobahn in seinem Stadtgebiet!“

Die bisherige Trasse der B 224 wird für die Transitautobahn auf das doppelte verbreitert. Ein großer Baumbestand wird beiderseits der bestehenden B 224 vernichtet. Ein großer Lebensraum für Pflanzen und Tiere geht verloren. Der Naturraum Schlosspark Wittringen sowie der regionale Grünzug C im Emscher Landschaftspark verliert seine große klimatische und lufthygienische Ausgleichsfunktion. Das geplante Monsterkreuz A 2/A 52 vernichtet den Erholungs- und Freizeitwert des Schlossparks Wittringen für die Menschen der Region.

Trotz eines bis zu 9 Meter hohen geplanten Lärmschutzes am Bottroper Abschnitt der A 52, einer Wall/Wand-Konstruktion, werden die zulässigen Immissionsgrenzwerte für Wohngebiete von 59 dB am Tag und 49 dB in der Nacht erheblich überschritten. Trotz Lärmschutzwand gibt es Spitzenwerte von bis zu 72 dB am Tag und 66 dB in der Nacht in der Gartensiedlung Welheim. Die Gärten entlang der Transitautobahn bleiben ungeschützt dem Lärm ausgesetzt. Die Gartensiedlung Welheim und andere Erholungsbereiche wie das Welheimer Wäldchen verlieren ihre Aufenthaltsqualität und ihren Erholungswert. Der Aufenthalt im Freien und in den Gärten wird zur Gesundheitsgefahr. Deshalb hat bereits 2009 das Bottroper Gesundheitsamt in einer Stellungnahme vor den gesundheitlichen Gefahren der Autobahn A 52 gewarnt. „Die Anwohner in der Boy und in Welheim müssen endlich wirksam vor dem Lärm der B 224 geschützt werden. Dazu muss keine Autobahn gebaut werden“, fordert Michael Gerber.

Ein Mustereinspruch zur Planfeststellung der A 52 kann auf der Internetseite der DKP unter www.dkp-bottrop.de heruntergeladen werden.

20.01.2015

gez. Michael Gerber

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