DKP protestiert gegen erneute Preiserhöhung im Nahverkehr

Erneut werden die Tickets für Bus und Bahn zum 1. Januar 2020 um 1,8 Prozent teurer. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) hat im September die Erhöhung der Fahrpreise zur Jahreswende einmütig abgesegnet. Teurer werden soll auch das Sozialticket, das seinen Namen eigentlich schon lange nicht mehr verdient. Zum siebten Male innerhalb weniger Jahre werden hier die Preise angehoben!

Schon heute zahlen Menschen im Hartz-IV-Bezug (SGB II), in Grundsicherung oder mit anderweitigem Mini-Einkommen stolze 38,65 Euro für ein Sozialticket. Ab 2020 steigt dieser Preis um weitere 1,8 Prozent, auf dann 39,35 Euro. Zum Vergleich: Nur 28,39 Euro monatlich wird Hartz-IV-Beziehern im Rahmen des Regelsatzes für Fahrten mit dem öffentlichen Nahverkehr zugestanden. Die Folge: Immer weniger arme Menschen können sich ein Sozialticket leisten. Zuletzt kauften im VRR nur noch 10,8 Prozent aller Anspruchsberechtigten ein Sozialticket. Vor zwei Jahren waren es immerhin noch 12,3 Prozent.

Dazu meint Irmgard Bobrzik, Ratsvertreterin der DKP: „Haben die Vertreter der Parteien im VRR den Ruf nicht gehört: ‚Wie können Sie es wagen‘? Im Zuge der Diskussion um das sich verändernde Klima die Kosten für den Öffentlichen Nahverkehr zu erhöhen, ist ein Schlag ins Gesicht der Menschen, die sich für umgehende Maßnahmen gegen den Klimawandel und den Umstieg auf den ÖPNV einsetzen. Mit der Tariferhöhung für das Sozialticket werden arme Menschen immer stärker von der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ausgegrenzt.“

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