DKP protestiert: Antrag zur Luftbelastung der Kokerei im Sozialausschuss nicht berücksichtigt

Die DKP hatte für die Sitzung des Sozialausschusses am 9. Oktober den Tagesordnungspunkt beantragt: „Bericht des Leiters des Gesundheitsamts zur Gefährdung der Bottroper Bevölkerung, speziell von Kindern, Schwangeren und Senioren, durch Emissionen der Kokerei Bottrop“.

In einem Schreiben von DKP-Ratsherrn Michael Gerber an Oberbürgermeister Tischler heißt es. „Die DKP protestiert gegen die Nichtberücksichtigung dieses Antrages. Die DKP fordert, dass dieser Tagesordnungspunkt aus aktuellem Anlass auch auf der Sitzung des Ausschusses am 9. Oktober behandelt wird und Herr Dr. Marga, als Leiter des Gesundheitsamtes, über die gesundheitlichen Gefahren der Emissionen der Kokerei berichtet.“

In ihrem Antrag zeigt die DKP auf: „Besonders alarmierend sind die nach wie vor hohen Werte bei Benzo(a)pyren (einem polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoff), die von der Messstation in Welheim gemessen werden. Der Mittelwert im 1. Quartal 2018 liegt bei 2,47 ng/m³. Den Spitzenwert mit 24,36 ng/m³ gab es am 23. Januar. Der Zielwert liegt laut Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bei 1 ng/m³. Die Messstation in Welheim hat landesweit die höchsten Benzo(a)pyren-Werte. Benzo(a)pyren ist eine der am längsten bekannten und untersuchten krebserregenden Substanzen.“

Es ist daher kein Wunder, dass immer mehr Menschen, insbesondere Kinder und ältere Bürger über Beschwerden der Atemwege in den Stadtteilen Welheim, Batenbrock und Boy klagen.

DKP-Ratsherr Michael Gerber: „Die Bürger erwarten, dass die Stadt ihre Verantwortung wahrnimmt und über die Gesundheitlichen Gefahren durch die Umweltbelastung der Kokerei aufklärt. Wir wollen nicht zurück in die 50/60ziger Jahre, wo der Krupphusten bei vielen Kindern im Bottroper Süden diagnostiziert wurde. Die Stadt darf nicht länger die Augen vor den gesundheitlichen Gefahren durch die Kokerei verschließen.“

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