DKP Bottrop unterstützt DKP Gladbeck gegen Autobahn A 52
Was hat denn bitte Bottrop mit dem Ratsbürgerentscheid in Gladbeck zu tun? Eine ganze Menge! Denn es dürfte klar sein: Falls sich die Gladbecker mit Mehrheit für die Beteiligung am Tunnel aussprechen, dann dürften bald in Bottrop die Bagger rollen, denn das Teilstück zwischen A 42 und A 2 wird voraussichtlich als erstes gebaut – Anlass genug also, mitzuhelfen, dass Gladbeck NEIN sagt.
Folgerichtig heißt es deshalb in einem Flugblatt der Sozialen Liste (DKP - Hartz-IV-Initiative)Gladbeck:
Moderne Verkehrskonzepte sind gefragt!
Transitautobahn A52 verhindern!
Auf Drängen der Industrie soll die durch Gladbeck führende B224 auf 4,5 km Länge zu einer Transitautobahn A52 ausgebaut werden.
Die Folgen für Gladbeck:
- Der Verkehr auf der bisherigen B224 wird sich verdoppeln.
- Ein Riesen-Autobahnkreuz (Hochleistungskreuz) wird im Bereich Wittringen entstehen.
- Hoher Flächenverbrauch für die zu erweiternde Trasse, bzw. das Autobahnkreuz.
- Jenseits des lediglich 1,5 km langen Tunnels im Bereich der Innenstadt, also in den „offenen Gebieten", werden Lärm- und Luftverschmutzung durch stark zunehmenden Pkw- und Lkw-Verkehr erheblich steigen. Der Lärm wird trotz Lärmschutzwände weit in die Stadtgebiet hineinreichen.
- Das Landschaftsschutzgebiet Butendorfer Halde und der Kirmesplatz werden beseitigt. Die Eigentümer (u.a. Thyssen) werden die Grundstücke profitabel vermarkten.
- Die Zufahrtstraßen Schützenstraße, Horster Straße, Landstraße etc., müssen neu gestaltet (teilweise gar abgerissen?) werden.
- Die auf dem Autobahndeckel vorgesehene "ruhige Stadtallee" wird in Wirklichkeit Autobahnzubringerfunktion mit entsprechend hohem Verkehrsaufkommen sein. Der bislang flüssige Nord- Süd-Verkehr auf Horster- und Landstraße würde durch den auf gleicher Ebene geführtem Autozubringer unterbrochen.
- Eine Entscheidung für die Transitautobahn ist zugleich eine Entscheidung gegen die Schiene, und somit gegen den. größten Gladbecker
- Wirtschaftsbetrieb, die in Schultendorf beheimatete Zechen- und Hafenbahn (RBH) mit mehr als 800 Arbeitnehmern.
Die extrem lange Bauzeit wird zu massiven Behinderungen und Beeinträchtigungen führen. Bereits im Jahr 2014 würde in Bottrop mit dem Ausbau begonnen werden. Bis auch die Ausbaumaßnahme in Gladbeck völlig fertig gestellt wäre, würden voraussichtlich 15 - 20 weitere Jahre vergehen. Während dieser Zeit würde Baustellensituation herrschen.
Die Attraktivität von Gladbeck, insbesondere der Innenstadt, würde über viele Jahre erheblich leiden. Viele Betriebe bzw. Geschäfte in Gladbeck würden, insbesondere von auswärtigen Kunden, gemieden und hierdurch in eine Existenz bedrohende Situation geraten.
Die mindestens 220 Mio. Euro für die Ausbaumaßnahmen allein auf Gladbecker Gebiet wären sinnvoller für moderne und ökologisch verträgliche Verkehrsprojekte (z. B. Verlagerung der Güterverkehre auf die Schiene, Ausbau des S-Bahn- und Bussystems und des Radwegenetzes) verwendet.
Zu kritisieren ist auch, dass die Bürger über die konkreten Auswirkungen des Bauprojekts lediglich unzureichend und scheibchenweise informiert werden. Im Hinblick hierauf ist der Ratsbürgerentscheid verfrüht.
Machen Sie deutlich, dass Sie mit der Errichtung der 4,5 km langen Transitautobahn A52 und dem Vorgehen der Stadt Gladbeck so nicht einverstanden sind und stimmen
NEIN!