DKP lehnt verkaufsoffene Sonntage ab

Die DKP wird verkaufsoffene Sonntage im Rat der Stadt ablehnen. Leidtragende der geplanten sechs Sonntagsöffnungen in Bottrop sind vor allem die Beschäftigten im Einzelhandel und ihre Familien. Die Gesundheit der Beschäftigten muss Vorrang haben gegenüber den Geschäfts- und Gewinninteressen des Einzelhandels.

DKP-Ratsfrau Irmgard Bobrzik: „Wenn vom Einzelhandel behauptet wird, dass die Verkäuferinnen gerne freiwillig an verkaufsoffenen Sonntagen arbeiten, dann muss ich das energisch zurückweisen. Die Mehrzahl der Verkäuferinnen haben prekäre Beschäftigungsverhältnisse. Befristete Arbeitsverträge und 480 Euro Jobs sind die Regel. Unter diesen Bedingungen von Freiwilligkeit zu reden, ist ein Hohn!“

Der Pferdemarkt, das Stadtfest, der Michaelismarkt und der Nikolausmarkt finden statt für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt. Das gleiche gilt für das Dorffest und den Wintertreff in Kirchhellen. Daran sollen auch die Beschäftigten des Einzelhandels und ihre Familien teilnehmen können.

Die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts sowie des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen haben verkaufsoffenen Sonntagen deutliche Grenzen gesetzt. DKP-Ratsmitglied Michael Gerber: „Einen Rechtsanspruch für verkaufsoffene Sonntage hat der Einzelhandel nicht. Wir sollten daher in Bottrop generell keine verkaufsoffenen Sonntage mehr im Rat der Stadt beschließen. Wenn sich alle DGB-Mitglieder im Rat der Stadt gegen verkaufsoffene Sonntage aussprechen, bleibt der Sonntag für die Beschäftigten arbeitsfrei. Öffnungszeiten an allen Werktagen im Jahr, das muss reichen! Denn jeder Euro kann nur einmal ausgegeben werden.“

Die DKP begrüßt, die Stellungnahme der Gewerkschaft VerDi, die sich im Interesse der Beschäftigten gegen verkaufsoffene Sonntage ausspricht. Für die DKP ist es nur konsequent, wenn die Gewerkschaft VerDi das Grundrecht auf Sonn- und Feiertagsschutz notfalls auch gerichtlich einklagt.

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