DKP kritisiert geplante Erhöhung der Friedhofsgebühren

Die Friedhofsgebühren sollen teilweise kräftig erhöht werden. Die Gebühren für ein Urnenreihengrab sollen um 41 Prozent und für die Urnenkammer um 26 Prozent steigen. Beide Bestattungsarten werden in Bottrop am häufigsten  genutzt. Nach Auffassung der DKP sind keine Erhöhungen der Friedhofsgebühren notwendig. Der Rat der Stadt entscheidet darüber auf der Ratssitzung am 2. Juli.

Bottrop hat mit dem Stadtgarten und dem Volkspark Batenbrock nur wenige große innerstädtische Parkanlagen. Die Friedhöfe haben einen Erholungswert und füllen diese Lücke. Für das Stadtklima haben die Friedhöfe eine wichtige Funktion. Die DKP fordert daher, den Anteil des öffentlichen Grüns von jetzt 30 Prozent wieder auf 40 Prozent zu erhöhen. Dieser städtische Anteil reduziert die Friedhofsgebühren und galt bis zum Jahr 2010. Danach wurde dieser Anteil schrittweise zu Lasten der Bürger gesenkt.

Ein weiterer Kostentreiber sind die kalkulatorischen Abschreibungen und die Verzinsung des Anlagenkapitals mit 6,24Prozent. Theoretisch soll die Höhe der Verzinsung die Zinsentwicklung von 30 Jahren wiederspiegeln. Tatsächlich hat die Stadt in den letzten Jahrzehnten immer geringere  Zinsen gezahlt. Derzeit erhält die Stadt Kredite von unter 0,5 Prozent Zinsen. DKP-Ratsmitglied Michael Gerber: „Die Stadt versucht, auf Kosten der Bürger über die Friedhofsgebühren ihre Verschuldung zu reduzieren. Dies ist mit Gebühren nicht statthaft.“

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