DKP informiert: Bebauung der Tourcoingstraße wird jetzt in der Bezirksvertretung besprochen

In einem Flugblatt informieren die DKP-Vertreter Michael Gerber und Manfred Plümpe:

Nun ist es soweit: Der Flächennutzungsplan für die Tourcoingstraße soll geändert und ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Die Vorlage dafür steht auf der Tagesordnung der Bezirksvertretung Mitte am 5.September.

Es geht um eine 45 Meter breite Fläche entlang der Tourcoingstraße und des Fußwegs bis zum AWO-Seniorenheim. Die bisherige landwirtschaftliche Fläche soll umgewidmet werden zur Erweiterung des angrenzenden allgemeinen Siedlungsbereichs.

Der Plan sieht den Bau von 48 Einfamilien-Doppelhaushälften und vier Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 80 Wohneinheiten vor. Die Tourcoingstraße soll als Stichstraße bis zum Seniorenheim verlängert werden.

Hintergrund für die Änderung des übergeordneten Regionalplans war die „ausdrückliche Bereitschaft das Eigentümers“, der Milliardärsfamilie Arenberg, zum Verkauf des Grundstücks an Bonava, eines der größten Bau- und Immobilienunternehmen in Europa. Der Kaufvertrag wurde schon im Februar 2019 geschlossen.

Es geht aber offenbar um mehr, als die inzwischen 45 Meter breite Fläche. Vermessen wurde nämlich im Auftrag der Bonava bis zum Vorthbach und zur Eisenbahnlinie! Die ganze landwirtschaftliche Fläche bis zum Vorthbach bleibt laut Vorlage „für Wohnbebauung im Gespräch“, aber es besteht wegen der besonderen Klimafunktion „Konsens, dass die Fläche nicht großflächig in Wohnbaufläche umgewandelt werden soll.“

Dass der Bebauungsplan dem Landschaftsplan widerspricht, wird damit abgetan, es handele sich ja nur um eine Bauzeile. Zum Ausgleich sind begrünte Dächer und z.B. ein Biotop vorgesehen. Eine Pflicht zur Umweltverträglichkeitsprüfung besteht angeblich wegen der geringen Fläche nicht.

Die Gefahr für das Klima in Bottrop wird in den anschließenden Punkten der Tagesordnung zwar beschworen und es wird auf die zusammenhängende Frischluftschneise vom Köllnischen Wald über den Stadtwald verwiesen, es werden sogar klimatische Baugrenzen empfohlen. Aber wenn es konkret wird, sind angeblich „kleine Neubaugebiete vertretbar“ – nämlich das an der Tourcoingstraße!

Damit diese Landschaftsschutzfläche auch für die Zukunft erhalten bleibt, muss der Widerstand gegen die Bebauung weitergehen. Die Lebensqualität und der Naturschutz müssen Vorrang haben vor dem Gewinninteresse des Bonava-Immobilienkonzerns und der Arenberg-Milliardäre, die in Italien und der Schweiz im Luxus leben.

Interessierte sollten möglichst zahlreich zur öffentlichen

Sitzung der Bezirksvertretung Mitte

am 5.September um 15 Uhr

im Raum 111 des Rathauses

kommen.

Die Unterschriftensammlung wird fortgeführt. Wir verweisen auch auf die Petition im Internet, Sie finden sie zum Beispiel, wenn Sie die Suchbegriffe „Gerber Tourcoingstraße“ eingeben.

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