DKP fragt im Gesundheitsausschuss nach den Auswirkungen der Umweltbelastung durch die Kokerei ArcelorMittal

Für die Sitzung des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Familie am 8. Oktober hat die DKP Fragen und Anträge zu den gesundheitliche Auswirkungen der Umweltbelastung durch die Kokerei ArcelorMittal gestellt:

Die Benzo(a)pyren Belastung durch die Kokerei ist im 1. Halbjahr 2019 mit einem Durchschnittswert von 1,8 ng/m³ (Nanogramm pro Kubikmeter) weiter angestiegen. Zum Vergleich: Im 1. Halbjahr 2017 lag die Belastung bei 1,15 ng/m³ und im 1. Halbjahr 2018 bei 1,74 ng/m³. Am 8. Februar 2019 wurde sogar ein Spitzenwert von 25,5 ng/m³ in Welheim gemessen. Damit wird deutlich, dass die bisherigen Maßnahmen der Kokerei zu keiner Verringerung der Benzo(a)pyren Belastung geführt haben. Auch die Staubbelastungen haben sich, wie aktuelle Analysen des Gelsenkirchener Hygiene-Instituts zeigen, deutlich erhöht. Die Anwohner in Welheim, Batenbrock, Welheimer Mark, der Boy und darüber hinaus machen sich Sorgen wegen der gesundheitlichen Gefahren, die von der Umweltbelastung durch die Kokerei von ArcelorMittal ausgehen.

Die DKP beantragt:

  • Das Gesundheitsamt wird beauftragt, über das NRW-Krebsregister die Krebsneuerkrankungen für Bottroper Postleitzahlen der letzten fünf Jahre zu ermitteln.
  • Das Gesundheitsamt wird beauftragt eine Humangenetische Untersuchung von Anwohnern der Kokerei mit PAK4 und Benzo(a)pyren Belastungen im Körper durchzuführen bzw. ein Institut damit zu betrauen. Anwohner sollten vom Gesundheitsamt aufgefordert werden, sich freiwillig für eine solche Untersuchung zu melden.

Außerdem bittet die DKP um die schriftliche Beantwortung folgender Frage:

  • Laut Radio Emscher Lippe haben im Jahre 2018 sieben von 1.000 Babys in Bottrop das erste Lebensjahr nicht überlebt. In den Jahren davor war in Bottrop kein Säugling gestorben. Gibt es Erkenntnisse über den Grund für diesen deutlichen Anstieg? Gibt es möglicherweise einen Zusammenhang mit den Umweltbelastungen durch die Kokerei?
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