DKP fordert unabhängiges Gutachten beim Sickerwasser des Alpincenters

Die Gutachterfirma, welche das Sickerwasser am Haldenfuss des Alpincenters „geprüft“ hat, erfüllt nicht die Kriterien eines unabhängigen akkreditierten Labors, das hat die DKP jetzt herausgefunden. Die TERRACHEM Essen GmbH gehört nämlich zur Firmengruppe des Dipl. Ing. J.U.Kügler. Diese wiederum ist im Auftrag des Alpincenters verantwortlich für die Planung und Durchführung der Anschüttung des Nordhanges der Halde Prosperstraße! Herr Kügler kontrolliert somit nur seine eigene Bautätigkeit! Die TERRACHEM Essen GmbH verfügt außerdem nicht über eine Zulassung der Deutschen Akkreditierungsstelle DAkkS. Nur Labore mit der DAkkS-Zulassung garantieren nach Information der DKP unabhängige Prüfberichte. Die Stadt Bottrop muss deshalb darauf bestehen, dass ein neutrales Gutachten über das Sickerwasser am Alpincenter erstellt wird. Es muss untersucht werden, ob eine Umweltgefährdung sowie eine Gefährdung des Grundwassers besteht.

Bisher nicht beantwortet bleibt die Frage, was die Ursache für das austretende Sickerwasser und dessen Geruch nach Schwefel ist. Dr. Benner kam im Jahre 2011 in einem Gutachten für die DKP-Fraktion über die Halde Prosperstraße zu der Feststellung: „Die Bergehalde Prosperstraße ist eine Kombination von Waschbergen und Flotbergen mit Überdeckung. Dies bedeutet, dass bei dieser Halde auch deutlich größere Eigensetzungen als 5% zu erwarten sind. Erschwerend zu diesem Sachverhalt kommt hinzu, dass durch den intensiven anisotropen Aufbau der Bergehalde die Setzungsbeträge von Lokalität zu Lokalität sehr unterschiedliche Größenordnungen auf kleinstem Raum annehmen können.“

Dies legt den Schluss nahe, dass die Anschüttung von 500.000 Tonnen Material dazu geführt hat, dass es bei den Flotbergen zu einer Leckage gekommen ist. Der Vergleich der Verschiebungen der Stützen des Alpincenters vor der Anschüttung und nach der Anschüttung zeigt nämlich teilweise eine deutliche Beschleunigung der Verschiebungen. An der Achse 63 beträgt die Verschiebung bereits 231mm. DKP-Ratsherr Michael Gerber: „Die DKP hatte bereits vor der Anschüttung davor gewarnt, dass sich die Verschiebung der Halde damit beschleunigt. Dies belegen jetzt die aktuellen Messergebnisse. Hinzu kommt der Austritt von Sickerwasser am Haldenfuss. Mit der Anschüttung wurde eine Büchse der Pandora geöffnet, die zu weiteren unkalkulierbaren Zuständen am Alpincenter führen wird.“

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