DKP fordert Industrieansiedlung statt Tomatenanbau in der Welheimer Mark

Seit 15 Jahren gibt es bei der Stadt Pläne für die Entwicklung des Gewerbegebietes in der Welheimer Mark. Nach dem Aus der Kohleölanlage gab es eine Machbarkeitsstudie für die Entwicklung eines Wasserstoff Technologieparks. Im Herbst hatte die DKP im Rahmen der Haushaltsberatungen gefordert, die Entwicklung des Gewerbegebietes zu beschleunigen, um Industriearbeitsplätze zu schaffen. Dies wurde von der Verwaltung mit dem Hinweis auf die IKEP-Machbarkeitsstudie abgelehnt. Im Rahmen dieser Studie sollen nämlich Modelle für die Entwicklung der Bergbauflächen im Bottroper Süden und dem Essener Norden gemeinsam geplant werden.

Jetzt will die RAG-Montan-Immobilien gemeinsam mit dem Essener Unternehmen Fakt AG, den bisher landschaftlich genutzten Teilbereich des Gewerbegebietes für ein großflächiges Gewächshaus zum Tomatenanbau entwickeln. Die DKP kritisiert die Pläne der RAG-Montan-Immobilien als Affront gegenüber der Stadt. Der RAG-Konzern hat die Verpflichtung, die Entwicklung der ehemaligen Bergbauflächen für Industrieansiedlungen und damit der Schaffung von hochqualifizierten Industriearbeitsplätzen sowie dem Wohnungsbau zu nutzen.

Wenn jetzt für mindestens 20 Jahre eine unbelastete Teilfläche des 14 ha großen Gewerbegebiets für den Tomatenanbau genutzt werden soll, wird die industrielle Entwicklung im Bottroper Süden für lange Zeit blockiert. Das Filet-Gewerbegebiet darf nicht missbraucht werden für die Schaffung von ca. 80 angelernten Erntehelfern für die Tomatenaufzucht.

DKP-Ratsherr Michael Gerber: „Die Stadt darf nicht die Gewerbefläche als landwirtschaftliche Fläche umwidmen. Damit die Entwicklung in der Welheimer Mark nicht länger blockiert wird, fordert die DKP, dass die Aufweitung der Eisenbahnunterführung Haverkamp aus städtischen Mitteln in Angriff genommen wird. Ob dies im Rahmen des geplanten Ausbaus der B 224 zur A 52 jemals mit Bundesmitteln realisiert wird, ist nach heutigem Stand völlig offen.“

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