Das Alpincenter bewegt sich weiter!

DKP-Ratsherr Michael Gerber hat heute im Stadtplanungsamt Akteneinsicht in die Messprotokolle sowie Gutachten zur geplanten Haldenanschüttung am Alpincenter genommen. An einem kritischen Stützpfeiler des Daches vom Alpincenter betrug die Horizontalverschiebung bei der letzten Messung, am 4. Februar 2015, bereits 224 mm. Die kritische Grenze, an der die Binder aus der Gabellagerung gezogen werden und einen Dacheinsturz zur Folge haben, liegt bei 250 mm. Die Stadt Bottrop geht selber davon aus, dass dieser Wert in 2 – 3 Jahren erreicht wird und eine Schließung des Alpincenters notwendig wird.

Nachdem die Zusatzfundamente an den Stützpfeilern die Horizontalverschiebung des Alpincenters nicht aufgehalten haben, plant das Alpincenter noch in diesem Jahr an dem Nordhang der Halde Prosperstraße eine Anschüttung von 400.000 m³ Boden, um den Haldenkörper zu stabilisieren. Damit soll eine weitere Verformung der Halde und damit des Alpincenters verhindert werden.

Ursache dafür, dass die Halde Prosperstraße in die Breite geht, sind die Flotationsberge. In einer der Stadt vorliegenden Studie der Ingenieurgesellschaft BauGrund heißt es zu den Flotationsbergen: „Deren Ausdehnung und Lagen aber in Gänze unbekannt sind. Es ist aber anzunehmen, dass diese nicht im Randbereich der Halde eingebaut wurden.“ Die DKP hatte von Beginn an den Bau des Alpincenters kritisiert und vor den statischen Problemen mit den Flotationsbergen auf der Halde Prosperstraße gewarnt. Diese Warnungen wurden in einem von der DKP in Auftrag gegebenen Gutachten von Dr. Benner, Bochum, im Jahr 2010 bestätigt.

In der Standsicherheitsberechnung der BauGrund vom März 2012 heißt es dann auch einschränkend zu der Wirksamkeit der geplanten Anschüttung: „Diese Stützkräfte werden voraussichtlich ausreichend sein, die künftigen Horizontalverschiebungen der Skihallen Fundamente zu unterbinden. Eine sehr große Wahrscheinlichkeit für eine mindestens deutliche Begrenzung des zukünftigen Verschiebungszustandes besteht.“

DKP-Ratsherr Michael Gerber: „Die geplante Anschüttung an der Halde Prosperstraße wird das Alpincenter nicht retten. Wahrscheinlich wird sich die Horizontalverschiebungen der Halde in Richtung des Nordhangs eher noch beschleunigen. Den Anwohnern drohen unzumutbare Lärm- und Staubbelastungen durch die Baumaßnahme, um später den Blick auf eine Investitionsruine zu haben!“

08.04.2015

gez. Michael Gerber

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