Corona-Pandemie: Michael Gerber und Manfred Plümpe wenden sich an ihre Nachbarn

Mit einem Brief an ihre Nachbarschaft im Eigen haben sich Michael Gerber, Ratsvertreter der DKP und Manfred Plümpe, Bezirksvertreter wegen der Corona-Gefahr gewandt. In dem Schreiben heißt es:

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die Gefährlichkeit der Situation im Zusammenhang mit dem Corona-Virus hochgestuft. Regierungen auf allen Ebenen ordnen Sicherheitsmaßnahmen an, die das öffentliche Leben nahezu zum Erliegen bringen. Arbeiter und Angestellte müssen sowohl die Betreuung ihrer Kinder organisieren, als auch weiterhin zur Arbeit gehen – mit allen damit verbundenen Risiken.

Sicher wird es hunderte, wenn nicht gar tausende Todesopfer infolge dieser Virus-Pandemie geben.

Allerdings geht ein guter Teil dieser Opfer auch auf die Rechnung eines Gesundheitswesens, das systematisch auf Profitmacherei orientiert wurde. Einrichtungen wurden privatisiert, am Personal wurde und wird gespart. Viele, die heute einschneidende Maßnahmen zur Eindämmung des Virus erlassen, haben an den Kürzungen im Gesundheitswesen mitgewirkt und die Konzerne der Pharmaindustrie haben sich eine goldene Nase verdient.

Das dürfen wir nicht vergessen: Diese Krise ist ein weiterer Grund, mehr Beschäftigte im Gesundheitswesen einzustellen, für eine bessere Ausbildung, gegen Privatisierung und Kahlschlagpläne zu kämpfen.

Auch in Bottrop protestierten im Oktober 2019 Mitarbeiter des Knappschaftskrankenhauses gegen die vielen Überstunden im Krankenhaus, gegen sogenannte „Untergrenzenverordnungen“, mit denen die Anzahl der Beschäftigten in vielen Krankenhäusern reduziert werden soll. Schon ein Blick über die Stadtgrenzen zeigt: Einsparungen im Krankenhaus Gladbeck, Kürzungen in Essener Kliniken! Die Corona-Pandemie ist erneut Anlass, zu fordern: Erhalt und Modernisierung aller Kliniken als öffentliche Einrichtungen, mehr Personal und mehr Finanzmittel – Gesundheit ist keine Ware, sondern Menschenrecht.

Die jetzige Situation erfordert auch Solidarität von unten. Vor allem Risikogruppen, also ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen, müssen versuchen die Öffentlichkeit zu meiden: Da ist jeder Einkauf ein Risiko! Wir wollen hier helfen, Hilfe zu organisieren.  

Wenn Sie Hilfe benötigen, schreiben Sie uns eine E-Mail  oder rufen Sie uns an. Wir versuchen, dann Hilfe zu organisieren.

Mit besten Grüßen und dem Wunsch, dass Sie gesund bleiben mögen!

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