Baubeginn Gladbecker Straße gefährdet?

Am 7.7. sollte die Bezirksvertretung Mitte über den Bauauftrag für die „Partymeile“ Gladbecker Straße beschließen. Einhellig waren aber alle Mitglieder der Bezirksvertretung der Meinung, dass über eine so unzulängliche Beschlussvorlage der Verwaltung nicht abgestimmt werden kann:  Von drei Angeboten sind zwei als zwielichtig dargestellt. Das Unternehmen, das den Zuschlag erhalten soll, erscheint in der Vorlage mit drei unterschiedlichen Namen und im Internet findet sich eine weitere Variante des Firmennamens.  Kurzfristig muss jetzt eine weitere Sondersitzung stattfinden, damit der Baubeginn nicht weiter verschoben werden muss.

Die Mitglieder der Bezirksvertretung Mitte waren empört, weil die Verwaltung scheinbar nichts gelernt hat. Denn der Bau der „Partymeile“ musste bekanntlich unterbrochen werden, weil die Stadt auf ein betrügerisches Unternehmen hereingefallen war. Der Fachbereich Tiefbau und Stadterneuerung hatte sich mit der Kopie einer Urkunde des Handelsregisters zufriedengegeben – und die war gefälscht.  Es wird sich zeigen, ob diesmal das Angebot sorgfältig geprüft wurde und es ist zu hoffen, dass nur die Beschlussvorlage mangelhaft ist. Deutlich wird hier wieder, was der Personalabbau bei der Stadtverwaltung bewirkt.

Ausdrücklich wurde Stillschweigen verordnet. DKP-Bezirksvertreter Manfred Plümpe: „Durch den Ausschluss der Öffentlichkeit in einer Sitzung sollen Namen und Inhalt von Verträgen geschützt werden. Skandale auf diese Weise unter den Teppich zu kehren, lehne ich ab.“

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