Ampel-Kreuzung im Kalten Eigen endlich barrierefrei gestalten

Frau Irmgard Werntges, ist blind und 78 Jahre alt. Sie hat bei Betroffenen in ihrer Nachbarschaft Am Limberg inzwischen mehr als 120 Unterschriften gesammelt.

Die vierspurige Kirchhellener Straße trennt im kalten Eigen praktisch zwei Stadtteile aufgrund der hohen Verkehrsbelastung und der erhöhten Geschwindigkeit. Auf der östlichen Seite Am Limberg wohnen viele ältere Menschen, denen der Zugang zu den Ärzten, zur Bäckerei und zur Apotheke auf der anderen Straßenseite gefahrlos kaum möglich ist.

Auch nach der Beseitigung der provisorischen Ampelanlage ist das Problem nicht gelöst.  Notwendig ist eine Lichtsignalanlage, die mit einem Vibrationssignal für Blinde ausgestattet ist. Akustische Signale sind wegen des Verkehrslärms wirkungslos.

DKP-Bezirksvertreter Manfred Plümpe hatte sich an den Landesbetrieb Straßen NRW gewandt. In dem Antwortschreiben von Straßen NRW an die DKP heißt es: „Da die Außenanlagen (Signalmaste) noch in Ordnung waren, wurde lediglich das Steuergerät ausgetauscht und die Lichtsignale auf LED-Technik umgestellt. Die Hardware der Außengestaltung und die Infrastruktur sind gleichgeblieben. Die Umrüstung der Anlage auf Blindentechnik ist mit einem sehr großen Aufwand verbunden. Dazu ist es erforderlich die gesamte Anlage tiefbautechnisch zu ertüchtigen, um akustische und taktile Signaleinrichtungen kabeltechnisch versorgen zu können. Voraussetzung für diese Umrüstung wäre eine komplette Überplanung der Signalsteuerung seitens der Stadt.

Da eine Änderung oder Erweiterung um eine Blindensignalisierung bis vor kurzem nicht an den Landesbetrieb herangetragen wurde, erfolgten nur die Erneuerung des Steuergerätes und die Umstellung auf LED-Technik.

Eine behindertengerechte Umrüstung ist kurzfristig nicht möglich. Dazu wäre eine komplette Erneuerung der LSA inklusive Außenanlagen, Tiefbauarbeiten und Erneuerung der Gerätetechnik notwendig.“

Manfred Plümpe: „Es ist nicht nachvollziehbar, dass von Seiten der Stadt Bottrop eine behindertengerechte Ampelanlage bisher gar nicht beauftragt wurde. Eine barrierefreie Umrüstung der Ampelanlage muss rasch erfolgen.“

Auf Antrag der DKP befasst sich der Bau- und Verkehrsausschuss in öffentlicher Sitzung am 6.Februar um 16 Uhr im Raum 111 des Rathauses mit dem Thema. Hier wird auch die Unterschriftensammlung überreicht.

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