Alpincenter will Messergebnissen an der Halde geheimhalten

Die DKP hatte für die Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Umweltschutz am 10. September den Antrag „Aktuelle Situation Halde Alpincenter“ gestellt. Der Antrag enthielt einen Fragenkatalog zur Anschüttung der Halde sowie den Verschiebungen der Stützpfeiler des Alpincenters.

Trotz fristgerechter Antragstellung wurden die Fragen der DKP zur Sitzung des Ausschusses nicht schriftlich beantwortet. DKP-Ratsmitglied Michael Gerber hat dies scharf in der Sitzung des Ausschusses kritisiert. Herr Linzner, Leiter des Bauaufsichtsamtes, hat in der Sitzung mündlich zu den Fragen der DKP Stellung genommen.

Das Alpincenter hat die Auflage, die Verschiebungen der Stützpfeiler, dreimal jährlich durch einen Statiker vermessen zu lassen. Zuletzt wurden die Messergebnisse jedoch bereits in der Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Umweltschutz am 12. April 2018 veröffentlicht, also vor fast andethalb Jahren! Herr Linzner teilte mit, dass die Messergebnisse auf Wunsch des Alpincenters künftig nur noch in Nichtöffentlicher Sitzung des Ausschusses mitgeteilt werden.

DKP-Ratsmitglied Michael Gerber: „Offensichtlich will das Alpincenter die eingetretenen Verschiebungen der Halde sowie der Stützpfeiler gegenüber der Öffentlichkeit verheimlichen. Die Öffentlichkeit, die Besucher sowie die Anwohner haben ein Recht darauf, zu erfahren, ob eine ausreichende Standsicherheit des Alpincenter gewährleistet ist. Die DKP fordert die Stadtverwaltung auf, auch weiterhin die Messergebnisse zu veröffentlichen.“

Herr Linzner teilte weiterhin mit, dass bei den Stützpfeilern der Achsen 62 bis 64 die zulässige Verformung von 250 mm auf 300 mm erweitert wurde. Dazu wurden bauliche Maßnahmen durchgeführt und vom Bauaufsichtsamt genehmigt. Die Erhöhung der zulässigen Verformung von Stützpfeilern macht deutlich, dass die Bewegung des Haldenkörpers, trotz der Anschüttung des Nordhanges, weitergeht. Die DKP wird die Offenlegung dieser Genehmigung des Bauaufsichtsamtes beantragen.

Laut Herrn Linzner wurden bisher 930.000 Tonnen Sondermüll des Materialgemisches von HMVA II Schlacke am Nordhang der Halde angeschüttet. Weitere 155.000 Tonnen sollen bis zum 2. Quartal 2020 angeschüttet werden. Damit werden weit über 100.000 Tonnen Schlacke Sondermüll zusätzlich gegenüber der Baugenehmigung vom 31. August 2015 angeschüttet.

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