99 Jahre danach: Widerstand in Bottrop gegen Brigade Loewenfeld 1920 – Veranstaltung am 29. März

Wilfried Loewenfeld – Gewaltunternehmer und Marineliebling – eine Reise durch die Gespenstergeschichte der Gegenrevolution

Ein Vortrags und Diskussionsabend zu den Ereignissen und Folgen des Kapp Putsches und des Ruhrkampfes 1920 in Bottrop

Die Marinebrigade Loewenfeld hat bei der Niederschlagung des Ruhraufstandes 1920 im Nachgang zum Kapp-Putsch (an dem die Truppe selbst beteiligt war) in Bottrop erhebliche Verbrechen begangen. Dennoch ist ihr Führer weiter Namengeber einer Straße. Aktuell gibt es in Kiel, dem Hauptstandort der Truppe, konkrete Bemühungen, Loewenfelds Ehrengrab aufzuheben. Darüber berichtet Historiker Dr. Thomas Herrmann. Die Kieler Bemühungen sollten auch Anlass sein, die Ehrung des Putschisten in Bottrop zu beenden.

Obwohl die Gewalttaten und auch die antidemokratische Ausrichtung der Marinebrigade Loewenfeld und ihres Führers historisch unstrittig belegt sind, gibt es bis heute verschiedene Formen der ehrenden Erinnerung an Loewenfeld, sowohl in Bottrop, als auch in Kiel, dem wichtigsten Stationierungsort der Brigade. In Kiel konkretisieren sich aktuell Bemühungen, das Ehrengrab für Loewenfeld aufzuheben. Da auch in Bottrop die Straßenbenennung nach Loewenfeld hoch strittig ist, soll ein konkretes Bild von Loewenfeld als politischem Akteur nachgezeichnet werden. Es soll diskutiert werden, ob sich solch eine Persönlichkeit in einer demokratischen Stadt als Namensgeber eignet.

Zu der Veranstaltungen laden die Ratsherren Niels Holger Schmidt (DIE LINKE) und Michael Gerber (DKP). Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Wann: Freitag, 29. März 2019 von 18:30 bis 21:30

Wo: Rathausschänke, Kirchhellener Str. 21, 46236 Bottrop

0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.